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Von Fastfood über die normale Hausmannskost bis hin zu Slowfood

Welches Essen denn nun das richtige und wie schlecht Fastfood wirklich ist - diese und andere Fragen zum Essen beschäftigen uns fast täglich. Dabei sorgt die Bezeichnung "Fastfood" im Moment ziemlich für Verwirrung, wird sie doch meistens mit "Junkfood" gleichgesetzt - Lebensmitteln, die man besser nicht zu sich nimmt. Fastfood kann aber auch ein Apfel oder eine Banane sein, die man zwischendurch isst, muss also durchaus nichts Schlechtes sein.

Betrachten wir die klassische Hausmannskost, so wie wir sie von der Großmutter her noch kennen. Gegen diese Art der Ernährung ist tatsächlich nichts einzuwenden, wenn dabei das Essen auch wirklich so gekocht und hergestellt wird wie zu Omas Zeiten, das heißt, ohne Verwendung von Fertiggerichten und Soßenbinder, ohne Geschmacksverstärker und Emulgator und auch ohne Mikrowelle, denn diese verändert die Molekularstruktur der Speisen.

Unter der Überschrift: „Essen, das die Welt nicht braucht" sind in der Ausgabe 01/07 des Greenpeace Magazins so sinnvolle Produkte wie Schmelzkäse aus der Sprühflasche, Keksmalstifte, Eis, das nicht schmilzt und ein Schokoriegel zum Trinken genannt.

Aber auch auf die heimischen Nahrungslieferanten kann man sich nicht unbedingt verlassen, was diverse Gammelfleischskandale bestätigen.

Wo geht die Reise der Nahrungsmittelindustrie hin?

Unter der Überschrift "Geschäft Essen" stellt die Umweltorganisation erstmals die größten Foodkonzerne der Welt (Nestle, Coca Cola, Diago, Pepsi, Heineken, Altria (Kraft), Danone, Tyson, Unilever, und Anheuser- Busch) vor.

In dem Artikel geht es hauptsächlich um die Strategien der Großkonzerne und deren ethisches, moralisches und soziales Verhalten, also um Marktzugänge, Marktstrategien, Marktanteile, Profitsteigerungen, Fooddesign und, und, und…
Mit kulinarischem Essvergnügen, das wir instinktiv vor Augen haben, haben die Ziele der Nahrungsmittelindustrie nicht viel zu tun. Dies ist auch in Zukunft nicht zu erwarten, sofern sich die Entwicklung so fortsetzt. So stellt sich uns die Frage:

Werden genetisch veränderte Zutaten, Fooddesign und Molekularküche wirklich den Esstisch der Zukunft bestimmen?

Das kann heute letztlich von niemandem objektiv bewertet werden. Gerade deshalb aber ist bei der Verwendung von Lebensmitteln Vorsicht geboten, denn schließlich ist man ja was man isst. Wichtig ist, über Entwicklungen nachzudenken, die den Prozess der unnatürlichen Veränderung von Lebensmitteln verlangsamen oder gar aufhalten können. Ein Alternative zu Fast- und Junkfood nennt sich "Slowfood". Was aber ist das?

amorebio - Naturkost

Wie Slowfood wirkt

Mit "Slowfood" wird Essen bezeichnet, das naturbelassen und in Ruhe verzehrt wird. Die allgemeine Bezeichnung geht maßgeblich auf die weltweite Bewegung "Slow Food" zurück, die sich für eine Ernährungsweise nach solchen Richtlinien einsetzt. Aus den Websites der Organisation haben wir für Sie folgenden Auszug zusammengestellt: Die Slow Food Foundation for Biodiversity (Slow-Food Stiftung für Biologische Vielfalt) ist ein internationaler gemeinnütziger Verein. Er wurde 1986 als Antwort auf die Ausbreitung von Fastfood und des damit einhergehenden Verlusts der Esskultur und der Geschmackvielfalt gegründet. Heute ist die Bewegung "Slow Food" weltweit verbreitet und hat mehr als 80.000 Mitglieder in 104 Ländern.

Slow Food stellt eine Verbindung zwischen Ethik und Genuss dar, was als Öko- Gastronomie beschrieben wird. Slow Food fördert die nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei, die artgerechte Viehzucht, schützt und fördert die traditionelle Herstellung von Lebensmitteln, vor allem in Ländern der dritten Welt, um die regionale Geschmacksvielfalt zu erhalten.

Vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten werden in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen. Slow Food setzt sich dafür ein, dass dem Essen wieder eine kulturelle Würde zukommt, fördert die Geschmackssensibilität und kämpft für den Schutz der biologischen Vielfalt. Die Organisation vermittelt über Veranstaltungen und Initiativen Ernährungs- und Geschmacksbildung. Darin wird auf das Schmecken als bewusstes Erlebnis Wert gelegt; es werden Unterschiede zwischen traditionell hergestellten Lebensmitteln und industriell hergestellten Massenprodukten erforscht und Speisen aus frischen, saisonalen Produkten zubereitet.

Die Arche des Geschmacks ("Ark of Taste") hat zum Ziel, vergessene Geschmacksrichtungen, die durch industrielle Standards, hygienische Auflagen und Umweltzerstörung verändert wurden, wiederzuentdecken, zu katalogisieren, zu beschreiben und zu publizieren. Dieser Katalog umfasst hunderte außergewöhnliche Produkte aus der ganzen Welt.
University of Gastronomic Science

Seit 2004 gibt es auch eine private Universität in Pollenzo und Colorno (Italien), die genau diese gastronomische Wissenschaft aufgreift und sich der kulturellen Grundlage unserer Ernährung widmet. Ein internationales Dozententeam forscht und bildet Studenten aus aller Welt zu Kennern und Förderern des kulinarischen Wissens aus.

An der University of Gastronomic Science gibt zwei Studienrichtungen:

1. Die landwirtschaftlich-ökologische Ausbildung basiert auf dem Studium landwirtschaftlicher und ernährungsbezogener Systeme, vor allem solcher, die kompatibel mit den Traditionen des jeweiligen Landes sind.

2. Der gastronomische Zweig konzentriert sich auf die Ausbildung im gastronomischen Bereich.

Beide Richtungen ermöglichen den Studenten das Kennenlernen der Produktionskreisläufe, von der Entwicklung bis zum Verzehr einschließlich aller Prozesse, die die Sensorik und die Qualität des Produktes beeinflussen. Den Studenten wird während ihrer Ausbildung eine Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung geboten. Sie hospitieren in Käsereien, Winzereien und Fabriken mit traditionellen Herstellungsverfahren in der ganzen Welt. Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Italienisch. Untergebracht und verpflegt werden die Studenten direkt auf dem Campus.

Es gibt also tatsächlich noch Alternativen zur Supermarktkost, die in Summe eigentlich für die meisten nichts Neues ist. Auch alle Top-Köche weisen immer wieder auf die wichtige Qualität der Zutaten hin.


Quellen für diesen Bericht:
Slow Food Deutschland e.V., Greenpeace e.V..
Greenpeace Magazin

Wie Sie die Slow Food-Bewegung unterstützen können und welche Lokale in Deutschland bereits nach den Slow Food-Kriterien arbeiten, erfahren Sie über die nachstehende Linkliste:





Interessante Links zu diesem Thema
Greenpeace Einkaufsnetz de.einkaufsnetz.org/
Greenpeace Fischführer - Welche Fisch können Sie kaufen www.greenpeace-magazin.de/s...
Dr. Michael Spitzbart, Autor der Bücher: „Fit vor ever“, „Leben Sie Ihr Glück“ und Nordic Walking“ www.drspitzbart.de
Slowfood Deutschland e.V. www.slowfood.de
Slowfood Schweiz www.slowfood.ch
Slowfood Österreich www.slowfoodaustria.at
e-balance - Ernährungs- und Fitnessportal abnehmen.e-balance.de/
Transparenz für Gentechnik n Lebensmitteln www.transgen.de/home/

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