Magnete und Gesundheit
Jeder von uns hat schon einmal von Magnetfeldtherapie gehört und viele von uns sind auch schon mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie untersucht worden. Ohne schädliche Strahlung lassen sich damit eindrucksvolle Bilder vom Körperinneren gewinnen.
Was hinter der Magnetfeldtherapie steckt
Die Magnetfeldtherapie ist ein naturheilkundliches Behandlungsverfahren, bei dem mit pulsierenden oder statischen magnetischen Feldern gearbeitet wird. Die Magnetfelder können durch einen rein statischen Magneten (auch in Magnetfolien), durch rotierende Permanentmagneten oder über Ringspulenmagneten erzeugt werden.
Magnetismus ist die Basis für Leben auf der Erde. Die Erde ist komplett von einem Magnetfeld umgeben, das einerseits aus dem hohen Metallanteil im Erdinneren und der Rotation herrührt, anderseits aus der Ionosphäre, die bis in eine Höhe von über 300 Kilometern reicht. Diese Magnetische Strahlung der Erde dient uns als Lebensgrundlage.
"Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt".
Prof. Werner Heisenberg, Physiker und Philosoph, Nobelpreisträger der Physik
Bedeutung für unsere Gesundheit
Die ersten Erfahrungen wurden von der N.A.S.A. in den 60er Jahren bei der bemannten Raumfahrt gemacht. Die Astronauten kamen damals mit körperlichen und psychischen Auffälligkeiten (zum Beispiel Mineralienmangel oder Depressionen) zurück. Nach Ihrer Rückkehr auf der Erde waren die Raumfahrer jedoch schnell genesen. Es dauerte nicht lange bis die Wissenschaftler das fehlende Magnetfeld als Ursache lokalisierten.
Seither wurden vor allem bei Shuttleflügen Experimente durchgeführt, die die Auswirkungen eines fehlenden Magnetfeldes untersuchen sollten. Dabei zeigte sich beispielsweise, dass Ratten nach ein paar Wochen das Fell ausgeht. Weitere Experimente brachten die Erkenntnis, dass sich ein Tumorwachstum offensichtlich ohne Einfluss des natürlichen Magnetfelds weitaus extremer entwickelt.
In einem Artikel in der Berliner Morgenpost schrieb der Wissenschaftsjournalist Dr. Jörg Zittlau: „Im Alltag kennen wir sie eigentlich nur von technischen Hilfsmitteln wie etwa zur Befestigung von Merkzetteln an der metallenen Pinwand. Doch nur die wenigsten wissen, dass Magnete auch in der Heilkunde eine lange Tradition besitzen. So behandelte Hippokrates die Unfruchtbarkeit und Menstruationsbeschwerden von Frauen mit Tampons, die mit magnetischem Gestein präpariert waren. Und für Paracelsus stand fest: "Der Magnet ist ein Meisterstück für den Künstler der Arznei". Er selbst verwendete die anziehenden Metalle vor allem zur Behandlung von Wunden und Knochenbrüchen“.
Wie Magnete auf den Körper wirken
Es ist inzwischen bekannt, dass unsere Zellen ein ausgewogenes, biomagnetisches Gleichgewicht benötigen. Die Kommunikation zwischen den Zellen geschieht über Zellmembranen, die in unterschiedlichen Frequenzen schwingen. Einige Erklärungsversuche stützen sich daher auf den Beeinflussung von elektrischen Strömen durch Magnete (klassischer Physikunterricht).
Es wird davon ausgegangen, dass eine erkrankte Zelle die elektrische Spannung verändert. Bei einer gesunden Zelle beträgt sie zirka 0,8 Mikrovolt. Erschöpfte oder erkrankte Zellen weisen eine elektrische Spannung von nur zirka 0,5 Mikrovolt auf. Diese stark reduzierte Mikrovoltzahl führt zu einem verminderten Zellstoffwechsel.
Positive Erfahrungen
Dr. Michael Weintraub vom New York Medical College führte eine Studie bei Patienten mit Diabetes II-Erkrankung durch. Die Patienten trugen magnetische Einlegesohlen. Dr. Weintraub stellte fest, dass sich bei rund 70 Prozent der Patienten eine Verbesserung der Empfindlichkeit an den Fußsohlen nach einem Monat entwickelt hatte.
Wissenschaftlich betrachtet ist also ein positiver Einfluss von Magneten auf die menschliche Zelle möglich. Schädliche Nebenwirkungen wurden bislang nicht beobachtet. Sie sind wohl auch nicht zu erwarten, denn die Weltgesundheitsorganisation erklärt statische Magnetfelder bis zu einer Stärke von 20.000 Gauss ("Gauss" ist die Einheit zur Messung der magnetischen Flussdichte) für unbedenklich. Heilmagneten werden lediglich in Stärken von 300 bist 5.000 Gauss eingesetzt.
Die Behandlung mit Magnetfeldtherapien und -produkten ist zu einem weltweit florierenden Geschäft geworden. Laut Schätzungen soll rund um den Globus ein Umsatz von rund neun Milliarden US-Dollar gemacht werden.
Bis heute wurden eine Menge Studie durchgeführt, die eine positive Wirkung von Magneten belegen. Wie so oft gibt es aber auch Studien, die das Gegenteil feststellen. Wer einen guten Erfolg durch die Behandlung mit Magneten erzielt, sollte sich davon nicht beirren lassen und dem Grundsatz folgen: "Wer hilft, hat recht"!
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| Dr. David P. Stern – Die Ursachen des Erdmagnetismus | www.phy6.org/earthmag/Dynam... |
| Uni Köln - Das Weltbild der modernen Physik | www.thp.uni-koeln.de/natter... |