Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Traditionelle Chinesische Medizin ist eine sehr alte Wissenschaft, die auf rund drei Jahrtausenden der Beobachtung und Überlieferung basiert. Interessant ist, dass der Begriff TCM erst durch Mao Zedong und den Maoismus geprägt wurde, durch den die bis dahin teilweise von Geisterglaube und Ahnenkult geprägte chinesische Medizin entmystifiziert und systematisiert wurde. Die Unterschiede zwischen TCM und der westlichen Medizin sind daher extrem, da beide Medizintechniken auf einem unterschiedlichen Verständnis bezüglich des menschlichen Körpers beruhen.
Ganzheitliche Betrachtungsweise
TCM versteht den Körper als ein geschlossenes System, in dem alle Organe und Körperteile durch Meridiane (Energiebahnen) miteinander verbunden sind. Durch die Meridiane fließt Energie (Qi / sprich: tschi). Störungen zwischen den Meridianen führen nach dem Verständnis der TCM zu Krankheiten. Erst seit rund 1500 Jahren ist der Zusammenhang der Merdiane bekannt. Dieses Wissen ist also wesentlich jünger als die Entstehung der Akupunktur, die nur die einzelnen Punkte kannte, nicht aber die Verbindungen zwischen diesen.
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m Sinne der TCM ist unser Körper ein Abbild natürlicher Harmonie, die durch die Wechselwirkung von Yin und Yang gekennzeichnet ist. Dabei steht Yin für die Materie und Yang für die Energie. Gesundheit bedeutet für die TCM Einigkeit zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Die Energie durchströmt den menschlichen Körper in 14 verschiedenen Energiebahnen.
Die Diagnoseverfahren
Der chinesische Arzt versucht durch die Bewertung des körperlichen und mentalen Befindens eine differenzierte Diagnose zu stellen. Dafür benutzt er seine Sinne (sehen, riechen, hören, betasten) und versucht damit herauszufinden, welche Erkrankung vorliegt und an welchen Stellen der Energiefluss unterbrochen sein könnte.
Weiterhin wendet er das Pulsdiagnoseverfahren an, indem er den Puls an den Arterien der Handgelenke misst. Der Arzt kann dabei bis zu 28 verschiedene Pulsqualitäten unterscheiden und seine Diagnose daraus ziehen.
Heiltechniken der TCM
Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet folgende Heiltechniken an:
- Akupunktur
- Akupressur
- Physiotherapie (Chinesische Heilkräuterkunde und Arzneien)
- Tuina (traditionelle chinesische Massage)
- Diätetik (Lehre über die Lebensmittel, die wir zu uns führen)
- Qi Gong (Bewegungstherapie Link zum Qi Gong Beitrag)
Anwendung der TCM heute
Bei einfacheren Erkrankungen wird auch im heutigen China TCM angewandt. TCM wird oft auch als Ergänzung zur westlichen Medizin verwendet, zum Beispiel bei chronischen Krankheiten.
Viele Menschen bei uns nehmen heute schon die Möglichkeiten der Akupunktur und der Akupressur wahr, die oftmals auch von Schulmedizinern, meist von Orthopäden, eingesetzt werden.
Qi Gong ist inzwischen aus kaum einem Wellnessprogramm der großen Wellnesshotels wegzudenken und ist dadurch schon vielen Menschen vertraut.
Tuina spielt inzwischen auch bei immer mehr Pysiotherapeuten eine Rolle.
Der Einsatz von pflanzlichen Heilmitteln wird erst langsam in Europa populär.
Quellen für diesen Bericht: Wikipedia, Qualimedic.com, Deutsche wissenschaftliche Gesellschaft für chinesische Medizin, und sonstige in Büchern und im Internet durchgeführte Recherchen, Bilder: © Copyright Fotalia Bildarchiv
| Institut für chinesische Medizin, Köln | www.tcm-germany.de |
| Wikipedia Lexikon | de.wikipedia.org/wiki/Tradi... |
| BR-Online | www.br-online.de/umwelt-ges... |
| Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin e.V. | www.dwgtcm.com |
| AGTCM Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin | www.agtcm.de |