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Kann Elektrosmog unsere Lebensqualität beeinträchtigen?


Elektrosmog durchdringt Fenster, Türen, Dach, Wand und Boden

Die Unsicherheiten in der Forschung bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen auf die Menschen durch HF-Strahlung werden noch in Formulierungen wie: "deuten darauf hin", "die Hinweise verdichten sich" oder "kann nicht mehr von einer Unbedenklichkeit ausgegangen werden" formuliert. Elektrosensible Menschen werden sogar als Spinner und Simulanten bezeichnet.

Was ist Elektrosmog überhaupt?
Durch elektromagnetische Aussendungen aller Art entsteht in der Umgebung des Menschen eine Überlagerung von elektromagnetischen Feldern, die im Volksmund als "Elektrosmog" bezeichnet wird.
Der Begriff "Elektrosmog" ist dabei ein physikalisch ungenaues Kunstwort, zusammengesetzt aus dem englischen "smoke" für Rauch und "fog" für Nebel und soll damit den umweltbelastenden Faktor der künstlich erzeugten Felder herausstellen.

Fachleute nennen dieses Thema "EMF" (Elektro-Magnetisches Feld) oder nutzen den etwas gestelzten Begriff EMVU (Elektro-Magnetische Verträglichkeit mit der Umwelt).
Quellen aller uns umgebenden elektromagnetischen Felder sind sowohl natürlicher Art (wie die Sonne) als auch technischer Art, wie: Elektrische Hausgeräte, Eisenbahn, Rundfunk und Fernsehen, Richtfunk, Amateurfunk, Funk in Gebäuden und Mobilfunk.

Wie so oft im Leben macht es wahrscheinlich die Menge aus

Im Bereich Strahlung bedeutet dies letztlich die Vielzahl macht es aus. Rundfunk und Fernsehen kennt und nutzt wohl jeder - auch dafür werden (sehr starke) Sender benötigt und die Umwelt mit "Elektrosmog verschmutzt". Doch diese in Deutschland etwa 4.500 Sendestationen verteilen sich recht weitläufig und sind zudem gerne weitab der öffentlichen Aufmerksamkeit aufgebaut.

Ganz anders beim Mobilfunk! Dafür gab es in Deutschland bereits im September 2001 nach einem stürmischen Aufbau in den 90er-Jahren an gut 40.000 Standorten insgesamt fast 54.000 Mobilfunk-Basisstationen, die an etwa 170.000 Antennen angeschlossen waren, zudem noch oft in Wohngebieten oder gar als Zierde auf den Kirchen. Außerdem erzeugen auch die Handys selbst Elektrosmog und hier ist die Zahl der Handyanschlüsse in Deutschland auf 82,8 Millionen (Quelle: BITKOM) angestiegen, das sind erstmals mehr Handy als Einwohner!!!

Durch Elektrosmog können sich nicht nur elektrische Geräte gegenseitig stören, er wirkt auch auf den Körper des Menschen. Der Organismus reagiert auf die elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder um sich herum, wobei die biologischen Wirkungen von deren Art, Frequenz und Stärke abhängen.

Dieser Aspekt ist es, was die Menschen in der Sorge um ihre Gesundheit an diesem Thema besonders interessiert und bewegt.

Die ausführlichsten Informationen haben wir beim Schweizer Bundesumweltamt gefunden, die Website erreichen Sie unter: www.bafu.admin.ch/index.html?lang=de

Unter anderem werden in der zum Download angebotenen Broschüre folgende Erkenntnisse publiziert:

Biologische und daraus resultierende gesundheitliche Einwirkungen elektromagnetischer Strahlung hängen vor allem von deren Intensität, Frequenz und Dauer ab.
Intensive Hochfrequenzstrahlung führt zu thermischen Wirkungen: Die Strahlungsenergie wird im Körper absorbiert und in Wärme umgewandelt. Der Körper erwärmt sich. Falls die absorbierte Strahlungsleistung so hoch ist, dass sich die Körpertemperatur um mehr als 1–2 °C erhöht, treten die gleichen Wirkungen auf wie bei Fieber oder bei Hitzeeinwirkung: Es kommt zur Verringerung der mentalen Aktivitäten, zu Abweichungen bei verschiedenen Körperfunktionen bis zu Fortpflanzungsstörungen.
Organe mit schlechter Durchblutung und damit schlechter Wärmeabfuhr wie zum Beispiel die Augen erwärmen sich schneller und sind deswegen stärker gefährdet. Den thermischen Wirkungen ist gemeinsam, dass sie unterhalb einer bestimmten Strahlungsintensität nicht mehr auftreten.

Weiter heißt es im Bericht:
Beobachtet wurden beispielsweise physiologische Veränderungen in Zellkulturen und bei Tieren sowie eine Beeinflussung der elektrischen Aktivität im menschlichen Hirn. Wie solche Wirkungen zustande kommen, ist nicht bekannt. Ob und unter welchen Bedingungen sie zu einem Gesundheitsrisiko werden können, lässt sich beim heutigen Kenntnisstand nicht angeben. Für die Bewertung erschwerend ist, dass sich die Experimente zum Teil nicht wiederholen ließen oder dass widersprüchliche Ergebnisse vorliegen. Es ist weitere Forschung nötig, um allfällige Gesundheitseffekte schwacher Hochfrequenzstrahlung, wie sie beim Mobilfunk vorkommt, zu erkennen. Vor allem Langzeitwirkungen schwacher Strahlung konnten bisher überhaupt nicht untersucht werden.

Und auf die Frage ob Mobilfunk Krebs auslösen kann findet man:
In vielen Untersuchungen wurde bestätigt, dass auch intensive Hochfrequenzstrahlung das Erbgut nicht zu verändern vermag. Deshalb gilt Hochfrequenzstrahlung nicht als krebsauslösend. Hingegen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Wachstum von Tumoren, wenn sie einmal gebildet sind, gefördert werden könnte. In einer australischen Untersuchung entwickelten genveränderte Mäuse vermehrt Tumore, wenn sie während längerer Zeit Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren.
Ob dies auch beim Menschen zu befürchten ist, kann aufgrund dieser einen Untersuchung weder bewiesen noch ausgeschlossen werden.

Wie auf den Seiten des Bundesumweltamtes zu erfahren war verfolgt und begleitet die Bundesregierung mit großer Intensität die politische und wissenschaftliche Diskussion zu möglichen Gesundheitsgefahren durch elektromagnetische Felder. Mit den Vorsorgemaßnahmen im Bereich Mobilfunk, die die Bundes-regierung im Dezember 2001 beschlossen hat, wurde vor allem die Forschung in diesem Bereich intensiviert. Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung gebeten, alle zwei Jahre einen Bericht der aktuellen Forschungsergebnisse vorzulegen. Aktuelle Berichte finden sie auf den Seiten des Bundesumweltamtes sowohl für mobile Festnetztelefone, W-LANs, Mobiltelefone usw.

Aufgrund der relativ neuen Technologie des Mobilfunks kann es noch keine Langzeitstudien geben. Die neuen Technologien bringen uns wirtschaftliches Wachstum und helfen bei einer schnelleren Vernetzung der Welt. Demgegenüber stehen mögliche gesundheitliche Risiken die noch nicht oder nur teilweise erforscht sind.

Aus diesem Grund ist eine gewisse Vorsicht geboten, bevor man seine unmittelbare Umwelt mit allen möglichen Geräten elektromagnetisiert.


Quellen für diesen Bericht: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Elektrosmoginfo, Bundesamt für Strahlenschutz, Ohne Elektrosmog wohnen, Forum Elektrosmog, Schweizerische Eidgenossenschaft, und sonstige in Büchern und im Internet durchgeführte Recherchen, Bilder: © Copyright Fotalia Bildarchiv





Interessante Links zu diesem Thema
Strahlungsarme Telefone ww.schnurlostelefon.de/inde...
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit www.bmu.bund.de/strahlensch...
Bundesamt für Strahlenschutz www.bfs.de/bfs
Schweizerische Eidgenossenschaft www.bafu.admin.ch/elektrosm...
Elektrosmoginfo www.ralf-woelfle.de/elektro...
Ohne Elektrosmog wohnen www.ohne-elektrosmog-wohnen...
Forum Elektrosmog www.forum-elektrosmog.de
Bürgerwelle e.V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog www.buergerwelle.de
Bürgerwelle Österreich www.buergerwelle.at
Bürgerwelle Schweiz www.buergerwelle.org
Heise Newsticker www.heise.de/newsticker/mel...




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