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Balance entsteht auch durch eine Perspektive!


Pressestimmen:

Am 3.November 2006 war folgende Meldung in den Nachrichten des Bayrischen Rundfunks zu hören:

ARD-Deutschlandtrend: Demokratie-Verdruss nimmt zu.
Berlin: Der Rückhalt für das politische System in Deutschland schwindet. Infratest-dimap befragte im Auftrag der ARD-Tagesthemen tausend Wahlberechtigte - das Ergebnis: Zum ersten Mal sind die Deutschen mehrheitlich, nämlich zu 51 Prozent, nicht mehr zufrieden damit, wie die Demokratie in der Bundesrepublik funktioniert. Und trotz des konjunkturellen Aufschwungs sind auch immer mehr Bundesbürger der Meinung, dass es in der Gesellschaft eher ungerecht zugeht: Nur noch rund ein Viertel der Bundesbürger bezeichnen die Situation im Land als gerecht, zwei Drittel hingegen als ungerecht.
                      (Quelle: BR-Radionachrichten)
    

Vernichtendes Urteil für Deutschlands Manager
Von Anja Struve

Frankfurt/Main - Das Urteil ist vernichtend: 76 Prozent der Deutschen halten die Politiker hierzulande für unredlich. Fast jeder zweite sie sogar für unfähig, die Probleme im eigenen Land in den Griff zu bekommen. Damit nimmt Deutschland einen traurigen Spitzenplatz ein: In keinem anderen Land Westeuropas ist das Misstrauen der Normalbevölkerung gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Elite so groß wie hier.

Die repräsentative Umfrage, die das Emnid-Institut im Auftrag des World Economic Forum (WEF) für Deutschland durchgeführt hat, und die in die weltweite Umfrage "Voice of the People 2004" von Gallup International unter 50 000 Menschen einfließt, weltweit hält noch mehr solcher unangenehmen Überraschungen bereit. Zum Beispiel bei der Frage, wie die Bürger hier zu Lande das Verhalten der Wirtschaftsbosse einschätzen. Antwort auch hier: sehr schlecht. So halten 70 Prozent der Befragten Konzernchefs für unehrlich, 80 Prozent ihre Macht für zu groß. So schlecht kommen Unternehmenslenker bei der Bevölkerung sonst nur noch in Entwicklungsländern wie Albanien oder Costa Rica weg.
                     
(Quelle: Welt.de)

Was ist eigentlich los in Deutschland?

Die in den beiden vorgenannten Artikel vorgestellten Studien bestätigen das was wir alle beim betrachten der Nachrichtsendungen empfinden.

In der Fernsehserie „Der ganz normale Wahnsinn" von Anfang der achtziger Jahre spricht Hauptdarsteller (Towje Kleiner) von seinem Buchprojekt: „Warum geht es uns allen so gut, wo es dem einzelnen doch so schlecht geht".Schon damals waren offensichtlich PR-Strategien schon wichtiger als echte, ideelle Politik. Längst haben viele den Überblick verloren, ob den Frau Merkel, Herr Müntefering oder gar Herr Lafontain in der Sache Recht hat. Die in den beiden vorgenannten Artikel vorgestellten Studien bestätigen das was wir alle beim betrachten der Nachrichtsendungen empfinden.

Ergänzend dazu zeigen die Mannesmann-Affäre und jüngst das Beispiel Siemens, dass sich deutsche Manager nicht viel um Moral und Ethik scheren.

Uli Wickert schreibt in seinem Buch: „Der Ehrliche ist der Dumme": An den Schulen klagen Lehrer über wachsende Gewalt unter Kindern, Jugendliche werden zu Mordbrennern, Versicherungen stellen fest, dass immer mehr Schadensmeldungen erschwindelt sind, deutsche Professoren verkaufen Doktortitel, Politiker handeln häufig nicht nach ethischen Maßstäben, sondern mit Blick auf die Macht, Medienpräsenz oder gar Eigennutz. Parteinen zweckentfremden Steuergelder, Betrug ist so alltäglich, dass sich der Ehrliche fragen muss, ob er nicht der Dumme ist.
        
Das Gefüge der Werte ist durcheinander geraten. Statt von Idealen lassen sich die Menschen zunehmend von materiellen Werten leiten. Doch darin, so meinen inzwischen viele, liegt nicht der ausschließliche Sinn des Lebens. Worin dann? Die individuelle Freiheit wird überbewertet, Normen werden abgewertet und der Gemeinsinn vernachlässigt. Wo aber moralisches Wollen als Richtlinie des Handelns schwindet, gerät der Mensch in eine Krise. All das führt dazu, dass er die Welt nicht mehr versteht.
    

Soweit Ulrich Wickert, der beschreibt, was alles bei uns in Deutschland gefährdet ist.

Dennoch es gibt auch andere Stimmen die keinen Werteverfall beobachten, so sieht die grüne Fraktionsvorsitzende Margarete Bause die Diskussion um den Werteverfall eher als taktisches Instrument der Politik.

Auszug aus ihrer Website: Dabei sagte schon Karl Kraus "nichts ist billiger als sittliche Entrüstung". Und das im doppelten Sinn: billig weil wohlfeil, als Ersatz für Ursachenforschung und zielgerichtetes politisches Handeln. Und billig im ganz wörtlichen Sinn. Es ist eben eindeutig kostengünstiger den Werteverfall verantwortlich zu machen für die Misere in vielen unserer Schulen. Da spart man sich die Ausgaben für Sozialpädagogen, für Medienerziehung, für Ganztagesschulen. 

(Den Link zur Website mit dem ausführlichen Text finden Sie am Ende des Beitrags.)

Egal, ob der Wertewandel schon sehr tief oder weniger tief sitzt, und ob die Moral immer noch bei der Masse der Menschen in Deutschland ein hohes Gut ist. Entscheidend für Ihr Leben ist wie Sie sich verhalten!Machen Sie also nicht mit, wenn Sie ein Leben in Balance wollen!!!- seien Sie in Ihrem Handeln und Tun steht's ehrlich und zuverlässig,

  • wählen Sie PR-Politiker und andere Schaumschläger gnadenlos ab
  • fördern Sie Politiker von den Sie der Meinung sind sie treten aus Idealismus und Überzeugung an
  • sägen Sie nicht durch unlauteres Handeln am Stuhl ihres Kollegen
  • helfen Sie anderen wenn sie in Not sind
  • kaufen Sie nicht blind alles was Ihnen die Werbung anbietet
  • üben Sie sich in Selbstdisziplin, damit auf Sie Verlass ist
  • blicken Sie nicht voll Neid auf den grüneren Rasen des Nachbarn
  • zeigen sie Zivilcourage, wenn es notwendig ist
  • seien Sie jungen Menschen ein Vorbild
  • geben Sie auch ab und zu wenn Sie nicht sofort eine Gegenleistung erhalten
  • seien Sie tolerant gegenüber Andersdenkenden
  • seien Sie jeden Tag stolz auf sich
  • zeigen Sie Haltung, denn Sie sind wer!

Lassen Sie sich von den Besserwissern nicht die Stimmung vermiesen.

Dass es auch anders geht hat uns die Fussballweltmeisterschaft gezeigt. Erstmals seit langer zeit haben wir ein Wirgefühl erleben können. Es wäre doch erstrebenswert, wenn es uns gelingen würde dies auch in andere Bereiche zu übertragen. Es geht um unsere Zukunft! Natürlich leben wir in einer globalisierten Welt und sind immer härterem Wettbewerb ausgesetzt. Bedenken Sie jedoch, dass die Globalisierung dauerhaft nur funktionieren wird, wenn sie nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch vollzogen wird.

Wie schnell ein Pulverfass explodieren kann, haben im vergangen Jahr die Vorfälle in den Vororten von Paris gezeigt.Schaffen Sie sich deshalb Ihr eigenes kleines intaktes Umfeld, in dem der Moral- und Werteverfall keinen Platz haben. Selbst wenn Sie es an Ihrem Arbeitsplatz nicht ändern können, ändern Sie es in Ihrem privaten Kreis.

„Richten Sie Ihren Kurs nach den Sternen und nicht nach den vorbeifahrenden Schiffen!"


 
Quellen für diesen Bericht:
Ulrich Wickert, "Der Ehrliche ist der Dumme", Michael Gruber, BR-Radionachrichten, Welt.de, Bilder: © Copyright Fotalia Bildarchiv

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