Was bedeutet Überalterung der Gesellschaft?
Pressestimmen:STERN/04.09.2003: Die vergreiste Republik. "Deutschland vergreist! (...).
Jede Frau bringt weiterhin im Durchschnitt 1,4 Kinder zur Welt - wie in den vergangenen 25 Jahren. Die Lebenserwartung steigt weiter gleichmäßig um zwei bis drei Monate pro Jahr. Die Zahl der Zuwanderer bleibt bei knapp 200 000 pro Jahr - wie im Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre. Nur wenn wir an einem oder mehreren dieser Faktoren etwas verändern, wird auch die Zusammensetzung oder Zahl der Einwohner unseres Landes in der Zukunft anders aussehen. Ändert sich an den Zahlen nichts, ist Deutschland, so wie wir es heute kennen, schlicht nicht überlebensfähig." Jan Boris WINTZENBERG
Die Welt/18.08.2003: In 20 oder 30 Jahren ist die Mehrheit der Deutschen über 60. Das hat Einfluss auf die politische Willensbildung. Müssen wir uns dann damit abfinden, dass auf Kosten der Jüngeren gelebt wird, weil die Älteren die Mehrheit haben?
MichelMichel: DGerontokratieGerontokratienden."
Psychologie Heute/07.2003 Walter Braun schreibt:"Langlebigkeit führt zu einer Verlängerung der einzelnen Lebensphasen: Paare, die sich nicht trennen, können zu Beginn des neuen Jahrtausends damit rechnen, weit über 40 Jahre zusammen zu leben. Eltern und Kinder ist mehr Zeit miteinander gegönnt (rund 60 Jahre, von denen nur ein Drittel in der KlassischLanglebigkeitd-Abhängigkeit verbracht wird, während der Rest der Beziehung eher jener unter Erwachsenen gleicht)"
„Das Methusalem-Komplott" von Frank Schirrmacher: Er schreibt in seinem Buch:Wir altern. Die Bundesrepublik vergreist. Ein gesellschaftlicher Umbruch steht bevor, wie er in seiner Dramatik nur mit dem 2. Weltkrieg oder der Pestepidemie des Mittelalters zu vergleichen ist.
Neben einem kollabierenden RentensyMethusalem einer SozialkatastroSchirrmacherns ein Krieg der Generationen, eine geistige Krise von ungeahnter Dimension. Das prognostiziert Frank Schirrmacher in seinem neuen Buch "Das Methusalem-Komplott".
Frank Schirrmacher: "Wenn mehr als die Hälfte einer Gesellschaft älter ist - und das wird uns drohen -als 48 Jahre, ja, als 50 Jahre, eine Erfahrung, die noch keine Gesellschaft zuvor gemacht hat, wird sich das Lebensgefühl in dieser GesellscSchirrmachersch verändern."
Weiterhin Methusalemin seinem Buch festSchirrmacheranges Leben nicht das entfernte Privileg künftiger Generationen ist, sondern bereits das heutige Schicksal vieler Deutscher. Gut die Hälfte der heute 60-jährigen wird vermutlich 95 und älter. Ein Kleinkind hat gute Chancen über 100 Jahre alt zu werden.
Die Uhr läuft ab, das Alter kommt. Und es macht uns Angst. Alte gelten als Last. Alte erwirtschaften nicht mehr. Wir müssen umdenken rät Schirrmacher, wir müssen lernen das es möglich ist einen 70-Jährigen oder einen 80-Jährigen mit einer neuen Idee ernst zu nehmen."
Viele sind aufgrund der vielen Informationen verunsichert…Kein Wunder also, wenn inzwischen viele Menschen aus diesem Blickwinkel unser Zukunft nicht so rosig sehen wie unSchirrmacherk immer glauben machen will, denn wer wird denn die vielen Alten (damit sind wir gemeint!) betreuen und pflegen? Die Zustände in den Pflegeheimen sind heute schon in vielen Fällen ein menschliches Desaster das mit dem Grundgesetz nicht mehr in Einklang zu bringen ist.
Lebensbalance im Alter
Für ein Leben in Balance gehört in jedem Fall sich nicht in das berühmte Boxhorn jagen zu lassen, sondern Dinge die nicht mehr zu ändern sind zu akzeptieren und die Herausforderungen anzunehmen.
Derzeit ist der Blick fast immer auf die negativen Seiten des Alters gerichtet, also auf Wehwehchen, Krankheiten, Altenheime, Pflegeheime etc. Aber worin liegen die Chancen des Alters?Weniger jungendliche Hitzköpfigkeit und dafür mehr Erfahrungen können wichtige Voraussetzungen sein um die Menschheit erfolgreich in das neue Jahrtausend zu führen. Versagt die Kultur, oder ist sie gerade enem evolutionären Wandel unterworfen?
Die Baby-Boomer-Generation wird ein neues Altersselbstbewusstsein entwickeln und sich wahrscheinlich durchsetzen, ob daraus gleich eine Gerontokratie bleibt jedoch noch abzuwarten.
Machen wir uns doch lieber Gedanken darüber, wie wir ein so langes Leben aktiv gestalten wollen, auch oder gerade weil die sozialen Systeme unserer Gesellschaft von Versorgungsnot und Verteilungskampf geprägt sein werden. Ja, wir werden längere Arbeitszeiten haben und Weiterbildung im Alter darf kein Tabu mehr sein, sondern eine Chance für geistige Fitness.
Quellen für diesen Bericht: Wikipedia, Bertelsmann Stiftung, Statistisches Bundesamt, Bilder: © Copyright Fotalia Bildarchiv
| 3sat | www.3sat.de/3sat.php?www.3s... |
| single-generation.de | www.single-generation.de/ko... |
| Bertelsmann Stiftung | www.bertelsmann-stiftung.de... |
| Wikipedia Lexikon | de.wikipedia.org/wiki/Alter... |
| Statistisches Bundesamt | www.destatis.de/bevoelkerun... |
| die gesundheitsreform.de | www.die-gesundheitsreform.d... |